Bestiarium - Das Mythologische Monsterlexikon

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Sedriss
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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:05

Ichthier

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland), 3. Akt (Orient)

Varianten im Spiel:
Küstenichthier, Kielwasserichthier, Gezeitenichthier, Moorichthier, Sumpfichthier

Typen im Spiel:
Myrmydon/ Piscischer Krieger: Einfacher Fischmensch der mit Schwert, Axt oder Keule angreift
Jäger/ (Piscischer) Fallensteller: Ein Fischmensch der seine Gegner mit einem Netz fängt, um sie dann mit dem Speer aufzuspießen.
(Piscischer) Knochenzauberer: Dunkler Magier, der die Lebenskraft des Gegners verzehrt.
(Piscischer) Schamane: Zauberkundiger, der seine Verbündeten heilen kann.
Schlammfürst: Mächtiger Fischmensch, der die Kraft des Wassers nutzt und mit Speer und Schild kämpft


Beschreibung:
Der Geruch von fauligem Fischatem war schon für so manche Abenteurer, die sich unvorbereitet in das Gebiet der Ichthier wagten, der letzte Sinneseindruck. Die amphibischen Wesen sind eine wahre Landplage und sowohl in Griechenland als auch im fernen Orient massenhaft anzutreffen. In feuchten Flußauen, Sümpfen und in Küstennähe, überall haben sich die Fischköpfe breit gemacht. Ichtyrer sind geschickte Kämpfer, die nicht nur mit Masse, sondern auch durch ihre facettenreichen Gruppen einen jungen Helden in Bedrängnis bringen können. Beim Kampf sollten immer zuerst die Schamanen aus dem Verkehr gezogen werden, da sie andernfalls ihre Artgenossen heilen.
Ichthier sind aber auch für ihre exotischen Waffen bekannt. Ihre Speere und Keulen sind bei Sammlern heiß begehrt.


Mythologischer Hintergrund:
Fischgestaltige Mischwesen sind die von Sumerern Lachama, von Akkadern Lachmu genannte Wasserdämonen. Aus Fisch und Ziegenbock ist das Wesen Suchur-mash zusammengesetzt.

Manche solcher Mischwesen gelten als Überbringer der Kultur. Die Sumerer kannten die Abgal, sieben Weise und Mischwesen, die teils als Fischmenschen vorgestellt sind. Die Chaldäer Babyloniens führten ihr Wissen auf die Annedoten zurück, Mischwesen aus Mensch und Fisch.

Auch die griechische Eurynome stellte man als Frau mit dem Unterleib eines Fisches dar.
Quelle

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Beitrag von Handballfreak » 21.12.2009, 11:21

Lamia

Bild

Vorkommen im Spiel:
4. Akt (Hades)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Dunkle Waldläuferin: Diese mit dem Bogen schießende Lamia ist die schwächste Variante.
Lanzenträgerin: Eine im Nahkampf mit Speer angreifende normale Lamia.
Verwüsterin: Diese Lamia attackieren den Spieler mit Schwert, Keule oder Axt.
Clan-Herrin: Diese große Lamia-Kriegerin trägt neben einer Nahkampfwaffe noch ein Schild.


Beschreibung:
Die Lamia-Kriegerinnen begegnen dem Spieler zwischen Medeas' Hain und dem Styx. Diese rot-schwarzen Mischwesen treten in Rudeln auf und sind in gewisser Weise den Zentauren aus Akt 1 ähnlich. Bei ihren Angriffen setzen sie vorwiegend auf physischen und Durchschlagsschaden und sind daher auch recht leicht auszurechnen. Nahkämpfer sollten mit ihnen keine größeren Probleme haben. Lediglich vor den Clan-Herrinnen und Helden sollte man sich in Acht nehmen, denn diese sind nicht nur stark, sondern können auch recht flink sein.

Mythologischer Hintergrund:
Lamia war die Tochter des Gottes Poseidon und der Libya. Später wurde sie Königin von Libyen und eine Geliebte des Zeus. Dieser gab ihr auch die Fähigkeit, ihre Augen aus den Augenhöhlen zu nehmen. Zeus zeugte mit ihr einen Sohn, der aber von seiner ständig eifersüchtigen Gattin Hera getötet wurde. Aus Trauer und Zorn über den Verlust ihres Kindes verwandelte Lamia ihr Haupt in ein Schlangenhaupt (ähnlich der Medusa) und begann, die Kinder anderer Mütter zu töten, zu häuten, zu zerstückeln und zu essen. Der griechischen Mythologie zufolge sollen die Lamien nach dieser Lamia benannt worden sein.
Quelle

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:23

Mänade

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Vorhut: Eine einfache Bogenschützing
Spurenleserin/Jägerin: Eine Meisterin des Bogens und der Fallen.
Zauberin: Eine magisch begabte Fernkämpferin, die mit Blitzen angreift.
Alchemistin: Eine Giftmischerin, die mit Giftgasbomben um sich wirft.
Läuferin: Eine Speer-Nahkämpferin, die ihre Waffe in Gift getränkt hat.
Schattenklinge: Gut getarnte Nahkämpferin, die mit ihrem Schwert aus dem Hinterhalt angreift. Benutzt die Fertigkeit Todesschlag.


Beschreibung:
Diese Katzenartigen treten grundsätzlich in Schaaren auf. Wie die meisten Monster im ersten Akt, können sie einem aber höchstens in großer Anzahl gefährlich werden. Allerdings können besonders gemischte Mänaden-Gruppen für Neulige verheerend sein, da diese Tiermenschen recht gemeine Skills einsetzen. Spätestens wenn man vergiftet, von Blitzen und Pfeilen getroffen wird und einem die Gasbomben um die Ohren fliegen, sollte man bereit sein einen Heiltrank zu schlucken. Besonders ein hoher Giftwiderstand ist gegen Mänaden von Vorteil.
Im Rahmen der Quest Der gute Zentaur legt man sich mit einer etwas stärkeren Mänade an, die aber zu diesem Zeitpunkt keine große Herausforderung mehr ist.


Mythologischer Hintergrund:
Als Mänade bezeichnet man sowohl die mythologischen Begleiterinnen der dionysischen Züge als auch die historisch belegbaren Kultanhängerinnen.

Der Begriff Mainades, von Mania stammend, also „die Rasenden“ bedeutend, wird erstmals so bei Homer in der zweiten Hälfte des 8. Jhs. v. Chr. benutzt. Der Begriff Mänadismus wird seit Eric Robertson Dodds (1951) und Jeanmaire (1951) als Oberbegriff für den gesamten Kultkomplex der weiblichen Anhängerinnen des Dionysos gebraucht. Des weiteren gibt es regionale Unterschiede in der Namensgebung. So heißen die böotischen und attischen Mänaden, also die Anhängerinnen in der Gegend von Theben, Delphi und Athen, Thyiaden, die spartanischen hingegen Dionysiaden.

Die Bezeichnung als Thyiade lässt sich durch eine Überlieferung von Pausanias erklären. Hiernach soll ein Ureinwohner Delphis eine Tochter mit Namen Thyia gehabt haben, welche als erste Priesterin Feste zu Ehren des Dionysos feierte. Nach ihr sollen alle anderen Frauen der Region benannt worden sein, die zu Ehren von Dionysos in Raserei verfielen. In der Kunst und der Mythologie sind die Mänaden, welche in Reh- oder Pantherfell gehüllt sind und Thyrsosstäbe in der Hand tragen und die Satyrn die Begleiter des Dionysos. Ebenso und, durch die breite Popularisierung des Bacchus in römischer Zeit, heute häufiger gebräuchlich, wurde der Begriff Bakchai, Bacchae („die des Bacchus“, eingedeutscht Bakchen oder Bacchantinnen) verwendet.
Quelle

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:24

Minotaurus

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland), Olymp

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Bodenbrecher: Ein kleiner brauner Minotaurus, der seine Opfer im Sprint erreicht.
Eroberer: Ein massiger schwarzer Minotaurus, der teilweise ohne Waffen kämpft.
Minotauerenfürst (Boss): Leibwächter des Telkinen, Megalesios. Beherrscht u.a. die Fähigkeit Ansturm und kämpft mit zwei Äxten.
Stammesältester: Eine stärkere Variante des Bodenbrechers die man auf dem Olymp antrifft.
Stammesältester Minotaurenfürst: Ein erfahrener Eroberer mit enormer Kampfkraft und zwei tödlichen Äxten.


Beschreibung:
Minotauren sind stereotype Krieger. In der Anwendung von stumpfer Gewalt, gibt es im 1. Akt kaum einen Standard-Gegner, der sich mit ihnen messen kann.
Unerfahrene, schlecht ausgerüstete Helden sollten sollten sich besonders im Minoischen Labyrinth auf langwierige Kämpfe mit diesen Monstern gefasst machen. An dessem Ende wartet unter anderem auch der legendäre Minotaurenfürst, der ordentlich austeilen und einstecken kann.
Typischer Weise verursachen Minotauren hauptsächlich physischen Schaden. Ein hoher Rüstungswert und eine hohe Verteidigungsqualität sind also von Vorteil, wenn man auf diese Tiermenschen trifft.


Mythologischer Hintergrund:
Der Minotaurus (auch Minotauros) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie.

Minos, ein Sohn des Zeus, der auf dem vom Meer umgebenen Kreta wohnte, bat seinen Onkel, den Meeresgott Poseidon, ihm zur Festigung seiner Königswürde und zur Abschreckung eventueller Thronanwärter ein Wunder zu gewähren. Er solle einen weißen Stier aus dem Meer emporsteigen lassen, später wolle er ihn dem Gotte auch opfern. Poseidon ließ daraufhin einen Stier aus dem Wasser steigen. Kretas König fand den Stier jedoch derart schön, dass er ihn in seine Herde aufnahm und statt dessen ein minderwertigeres Tier opferte.

Poseidon ergrimmte und verfluchte Minos Frau Pasiphaë, die sich daraufhin in den Stier verliebte. Sie ließ sich von Daidalos ein hölzernes Kuhgestell bauen und eine Kuhhaut darüberspannen, um dann in dieses Gestell zu kriechen und sich in diesem mit dem weißen Stier zu vereinigen. Aus dieser Vereinigung ging der Minotauros hervor, eine Gestalt mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Stieres.
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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:25

Neandertaler

Bild

Vorkommen im Spiel:
3. Akt (Orient)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Krieger: Ein einfacher Neandertaler, der mit Schwert, Axt oder Keule kämpft.
Fallensteller: Ein Speerkämpfer, der seine Gegner mit einem Fangnetz festhält.
Jäger: Ein einfacher Bogenschütze.
Reiter: Ein Speerkämpfer, der auf dem Rücken eines Säbelzahnlöwen reitet.
Schamane: Ein magisch begabter Neandertaler. Beherrscht u.a. Eissplitter und Lebensgewinn, um seine Mitkämpfer zu heilen.
Barmanu ~ Hoher Kriegsherr der Neandertaler (Boss): Dieser gefährliche Neadertaler ist der Teil der Quest Geheimnis in den Bergen. Er kämpft mit zwei mächtigen Keulen und kann mit seinem Schrei lähmen. Vorsicht vor den Eismeteoren, die er direkt nach seiner Lähmattacke beschwört!


Beschreibung:
Auf die ersten Neandertaler trifft der Held kurz nachdem er Babylon verlassen hat. Diese Tiermenschen treten meist in gut gemischten, großen Gruppen auf. Im direkten Vergleich zu anderen Monstern des 3. Akts, sind sie jedoch wenig gefährlich. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Neandertaler mit Bogen und Speer kämpfen, wird aber trotzdem ein hoher Durchschlagswiderstand empfohlen. Ein besonders harter Gegner ist Barmanu, den man im Rahmen einer Quest besiegen muss. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen ist er extrem gefährlich, da sein mächtiger Eismeteorenschauer sofort tötet, wenn er den Helden trifft. Für Anfänger ist Barmanu der bis dato stärkste Gegner und er sollte daher mit bedacht und nur mit hohem Lähmungswiderstand herausgefordert werden.

Mythologischer Hintergrund:
Der Neandertaler (früher auch „Neanderthaler“, wissenschaftlich: Homo neanderthalensis) ist ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen (Homo sapiens) aus der Gattung Homo. Die Bezeichnung Neandertaler geht auf das „Neandertal“ zurück, einen zwischen den Städten Erkrath und Mettmann gelegenen Talabschnitt der Düssel, wo die ersten Fossilien des Neandertalers gefunden wurden.
Zeitweise wurde der Neandertaler nicht als eigene Art angesehen, sondern als Unterart von Homo sapiens; er stand seinerzeit als Homo sapiens neanderthalensis neben dem modernen Menschen, der Homo sapiens sapiens genannt wurde. Sowohl die Fossilfunde als auch in jüngster Zeit vorgenommene DNA-Analysen belegen, dass der Neandertaler kein Vorfahre des heutigen Menschen ist, sondern dass beide unabhängig voneinander aus einer gemeinsamen afrikanischen Vorläuferart hervorgegangen sind.
Quelle

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:25

Rattenmensch

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland), 3. Akt (Orient)

Varianten im Spiel:
Rattenmensch, Knochiger Rattenmensch, Verschlagener Rattenmensch

Typen im Spiel:
Vasall, Krieger, Kämpfer: Einfache Rattenmenschen, die im Nahkampf angreifen.
Kriegerveteran, Kämpferveteran, Elitekrieger, Elitekämpfer: Erfahrene Nahkämpfer, die mit den unterschiedlichsten Waffen umgehen können.
Bogenschütze, Bogenschützenveteran: Rattenmenschen die sich auf den Fernkampf spezialisiert haben.
Gauner: Ein hinterhältige Nahkämpfer
Hexendoktor: Ein magisch begabter Rattenmensch.
Seuchenträger, Ungezieferkönig: Elitenahkämpfer, die ihre Opfer vergiften


Beschreibung:
Diese Tiermenschen lieben Ruinen und dunkle Katakomben. Das Erste Mal trifft man kurz nach dem Parnas auf eine große Gruppe dieser Monster. Ganz der Natur ihrer kleinen Verwandten entsprechend, setzen sich die Gruppen von Rattenmenschen hauptsächlich aus hinterlistigen Nahkämpfern zusammen, die ihren Gegner mit purer Masse erdrücken und mit vergifteten Waffen einen schleichenden Tod verursachen. Neben Giftwaffe beherrschen Rattenmenschen teilweise auch Skills wie z.B. Giftgasbombe und Todesschlag. Daher sollten unerfahrene Helden immer auf der Hut sein, wenn sie sich mit Rattenmenschen anlegen. Ein hoher Giftwiderstand ist dabei sicher nicht die dümmste Idee.

Mythologischer Hintergrund:
Die westliche Kultur sieht die Ratte hauptsächlich mit negativen Attributen behaftet. In der Fabel gelten Ratten als hinterhältig, feige und verschlagen. An diese Eigenschaften knüpft auch die Verwendung als Schimpfwort für Menschen an. In der Literatur tauchen Ratten als Verursacher schlimmster seelischer und körperlicher Qualen auf, etwa in Edgar A. Poes Brunnen und Pendel oder George Orwells 1984. Weit bekannt ist die Sage des Rattenfängers von Hameln. Neuere Kinderbücher versuchen dagegen, der Ratte durch eine positivere „Charakterisierung“ gerechter zu werden. Eine positive Rolle spielt eine Ratte in Kenneth Grahames Buch Der Wind in den Weiden von 1908.
Der asiatische und indische Raum hingegen misst der Ratte überwiegend positive Eigenschaften zu. So dient sie dem hinduistischen Gott Ganesha als Reittier und wird als Symbol für Intelligenz angesehen. Im Karni-Mata-Tempel werden tausende Ratten von Gläubigen mit Nahrung versorgt, es gilt als Glück-Bringend wenn eine der „heiligen“ Ratten einem über den Fuß läuft. Im chinesischen Tierkreis nimmt die Ratte die erste Position ein. Sie steht unter anderem für Ehrlichkeit und Kreativität.
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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:26

Reptil

Bild

Vorkommen im Spiel:
2. Akt (Ägypten)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Soldat: Ein einfacher Krokodilmensch, der die verschiedensten Nahkampfwaffen beherrscht.
Zenturion: Ein großer und starker Krokodilmensch, der mit Speer und Schild (nur Massiger Zenturion) kämpft und die Skills Sturmnimbus und Schläger nutzt.
Aufseher: Ein magisch begabtes Reptil, dass mit Stab aus der Entfernung angreift und einfache Wasserzauber beherrscht.


Beschreibung:
Die Reptilien sind die bis dato widerstandsfähigsten Tiermenschen, auf die der Held während seiner Reise trifft. Man findet sie überall dort, wo es Wasser gibt. Vor allem in der Nähe von Flüssen treiben diese Monster ihr Unwesen und terrorisieren naheliegende Siedlungen. Die massigen Krokodilmenschen beherrschen rudimentär die Elemente Eis und Blitz mit denen sie ihre Angriffe verstärken. Allerdings sind sie recht träge, was im Ernstfall eine etwaige Flucht erleichtert. Beim Kampf gegen diese laufenden Handtaschen sollte das berücksichtigt werden.


Mythologischer Hintergrund:
Auch im 2. Akt bedienten sich die Entwickler wieder bei den mythologischen Tiermenschen und schicken aufrecht gehende Krokodile in den Kampf.
Die Ägypter kannten ausschließlich das bei ihnen heimische Nilkrokodil. Im alten Ägypten wurden diese Krokodile als heilige Tiere verehrt und in der Gestalt des krokodilköpfigen Gottes Sobek (auch Souchos) vergöttert. Dabei ist unbekannt, ob die Tiere aus Furcht geheiligt wurden oder ob dies erst nach der Entstehung der Gottheit Sobek geschah um den Gott zu besänftigen. Sobek galt den Ägyptern als ein Gott des ewigen Fortbestandes. Als Sohn der Göttin Neith konnte sich Sobek um etwa 2400 vor unserer Zeitrechnung als einer der wichtigsten Götter im ägyptischen Pantheon bewähren. In den Darstellungen taucht Sobek als Gott mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Krokodils auf. In der linken Hand hält er einen Stab und in der rechten Hand den Anch, das Lebenssymbol der Ägypter. In Darstellungen des Neuen Reiches (um 1.400 v. u. Z.) trägt er außerdem einen Kopfschmuck mit eingearbeiteter Sonnenscheibe, da er zu dieser Zeit als eine Offenbarung des Sonnengottes Ra galt und als Sobek-Ra bekannt war. Die Bedeutung der Gottheit zeigt sich u. a. in der Verwendung des Namens in dem verschiedener Herrscher dieser Zeit, etwa Nofrusobek und Sobekhotep I.
Quelle

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:27

Satyr

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland)

Varianten im Spiel:
Satyr, Bergsatyr, Dunkler Satyr

Typen im Spiel:
Späher: Ein schwacher Satyr. Eines der ersten Monster, dem ihr begegnet.
Späher/Kämpfer/Plünderer: Ein Satyr mit einem Bogen. Er greift aus der Ferne an.
Elite-/Krieger: Ein normaler Satyr. Er hat mehr Leben als der Späher, greift aber genauso an.
Fallensteller/Peltast: Dieser Satyr kämpft mit Speer und Schild. Er wirft Netze, um den Feind einzufangen.
Wildschweinreiter: Ein Satyr mit einem Bogen, der auf einem Wildschwein reitet.
Schamane/Geisterrufer: Ein Magier-Satyr, der aus der Ferne mit dem Stab und Zaubern angreift.
Verwüster: Ein großer Satyr, mit mehr Leben und Schaden als der Krieger.


Beschreibung:
Der Standardmob schlechthin im Ersten Akt. Nahezu überall, wo man in Griechenland hinkommt trifft man auf diese "netten" Zeitgenossen. Man könnte sie schon fast als Typhons Kanonenfutter bezeichnen.
Egal ob Bogenschützen, Magier, Schamanen oder Nahkämpfer, Satyren sind für erfahrene Helden, wenn überhaupt, nur in großen Gruppen gefährlich. Die einzelnen Varianten weisen bis auf ihr Aussehen, keine gravierende Unterschiede zu ihren Vettern rund um Helos auf.


Mythologischer Hintergrund:
Laut der griechischen Mythologie sind Satyrn, Waldgeister im Gefolge des Dionysos, dem Gott des Weines. Sie sind von kräftiger, ungeschlachter Gestalt, mit struppigem Haar, stumpfer, aufgeworfener Nase, zugespitzten Ohren und einem Ziegenschwänzchen oder kleinem Pferdeschweif.

Satyrn zeichnen sich durch ihre besondere animalische Lüsternheit aus. Sie zeigen sich als den Menschen feindliche, Schrecken erregende Dämonen. Die älteren Satyrn werden vorzugsweise Silene genannt und haben meist Glatzen und Bärte; die jüngeren heißen Satyrisken. Ihrem Wesen nach sind sie die Repräsentanten des üppigen und ausgelassenen Naturlebens, die rohere Seite dessen, was bei Dionysos veredelt und verklärt erscheint.
Quelle
Zuletzt geändert von Sedriss am 29.01.2010, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Handballfreak » 21.12.2009, 11:36

Schakalmensch

Bild

Vorkommen im Spiel:
2. Akt (Ägypten)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Akolyt: Ein normaler Schakalmensch, der mit einem Stab bewaffnet ist.
Bogenschütze: Ein normaler Schakalmensch, der aus der Distanz mit dem Bogen angreift.
Soldat: Ein normaler Nahkampf-Schakalmensch – meist mit einem Schwert bewaffnet.
Schamane: Ein starker Magier mit Gesichtsbemalung, der Vulkankugeln verschießt.
Berserker: Ein größerer, starker Schakalmensch, der mit zwei Waffen gleichzeitig angreift.


Beschreibung:
Was der Satyr für Griechenland, ist der Schakalmensch für Ägypten. Mit der Ankunft in Rhakotis bekommt der Spieler auch schon die erste Aufgabe: einen Schakalmensch-Helden zu besiegen, um ein altes Familienerbstück wiederzu beschaffen (TEXT[url]). Weiter an Bedeutung gewinnen die Sch ... kal]Quelle[/size]

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:38

Tigermensch

Bild

Vorkommen im Spiel:
3. Akt (Orient)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Streuner: Ein einfacher Nahkämpfer
Rudelführer: Ein mächtiger Nahkämpfer und Standartenträger.
Bogenschütze: Tigermenschen, die sich auf den Fernkampf spezialisiert haben.
Zauberer: Fernkämpfer, der mit Stab und Blitz angreift
Kriegsherr: Stärkster unter den Tigermenschen. Greift im Nahkampf mit zwei Äxten an und nutzt den Skill Ansturm.


Beschreibung:
Die im Orient heimischen Tigermenschen spielen in einer gänzlich anderen Liga als Satyrn und Co. Ihre breite Typenvielfalt und gefährliche Skills wie Kampfstandarte und Blitz, machen diese Tiermenschen zu gefährlichen Kontrahenten. Man sollte sich nie unbedacht in eine große Gruppe stürzen, denn die bepelzten Mischwesen sind furchterregende Kämpfer und besitzen teilweise erstklassige Ausrüstung. Mit etwas Glück kann man einen der heiß geliebten Säbelzähne von ihnen erbeuten.

Mythologischer Hintergrund:
Das Wort „Tiger“ wurde über lat. tigris aus gr. τίγρις tígris entlehnt, stammt aber letztlich aus einer orientalischen, vermutlich einer iranischen Sprache. Manche Forscher vermuten eine Verwandtschaft mit avestisch tigri- „Pfeil“ und altpersisch tigra „spitz“. Im antiken Griechenland wurden Tiger erst durch die Feldzüge Alexanders des Großen in Asien bekannt. Der erste Tiger in Rom war ein Geschenk an Augustus aus Indien im Jahre 19 v. Chr. Der zweite Tiger wurde zur Eröffnung des Marcellus-Theaters im Jahre 11 v. Chr. der Bevölkerung gezeigt. Während der Hochzeit Elagabals wurden 51 Tiger vorgeführt und getötet.
In China galt der Tiger als Symbol für den Westen, den Herbst sowie für Tapferkeit. Auch kam ihm eine gewisse Rolle in Exorzismus und Heilkunde zu. Schließlich gehört er als 3. Tier dem chinesischen Tierkreis an. In der Qing-Dynastie war er Abzeichen der Offiziere des 4. Rangs bzw. – als „junger Tiger“ – des 6. Rangs.
Quelle
Zuletzt geändert von Sedriss am 22.12.2009, 08:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Handballfreak » 21.12.2009, 11:48

Troglodyt

Bild

Vorkommen im Spiel:
4 Akt (Hades)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Steingleiter: Der normale, grüne Troglodyt. Er besitzt keinerlei Fähigkeiten aber einen mächtigen „Wumms“.
Berserker: Ein großer, rötlicher Troglodyt. Er ist stärker und zäher als ein Steingleiter.
Gefängnisaufseher: Ein rießiger Troglodyt, der die Knochenkäfige und darin die gefangenen Seelen bewacht.


Beschreibung:
Diese meist grünen Fleischbrocken haben einen verstärkten linken Arm, mit dem sie ihren massigen Körper auf dem Boden abstützen. In der freien Hand halten sie eine Keule, die sie mit brachialer Wucht auf den Helden niederschmettern. Kann der Held diesem tödlichen Stoß ausweichen, lässt die Erschütterung des Schlages auf dem Erdboden ihn trotzdem für kurze Zeit erzittern. Vom Styx bis zum Turm des Gerichts belagern sie die weiten Ebenen und Höhlen.

Mythologischer Hintergrund:
Mehrere antike Autoren beschreiben Troglodyten (Höhlenbewohner), unter anderem Herodot und Strabon. Der Name erscheint erstmals als Trogodytai Aitiopes bei Herodot als Bezeichnung für einen Reptilien essenden Stamm im Süden Lybiens. Die Etymologie dieses Namens ist ungeklärt. Mit der (fehlerhaften) Ableitung aus trogle („Höhle“) und dynai („eintauchen“) wurde die Bezeichnung dann auf alle Arten von Höhlen bewohnenden Völkern bezogen.
Quelle

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:51

Wildschweinmensch

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Vollstrecker: Massiger Krieger der mit Schild und Keule angreift.
Bergjäger: Dieser Wildschweinmensch nutzt die Kräfte des Sturms und der Erde um seine Gegner zu bezwingen.
Than: Ein erfahrener Bergjäger, der die Fähigkeit Donnerschlag beherrscht.
Cepharis ~ Meister der Flamme (Boss): Ein mächtiger Wildschweinmensch der den Erdzauber beherrscht. Teil der Quest Die trauernde Witwe.


Beschreibung:
Wildschweinmenschen zählen anscheinend zu den Elitekriegern unter den Tiermenschen des ersten Akts, denn ihre Zahl ist sehr gering. Am Häufigsten trifft man vor den Toren Athens auf diese Monster, wobei sie zu diesem Zeitpunkt kaum noch eine Gefahr für den kampferprobten Helden sind. Da sie vermehrt die Fertigkeit Sturmnimbus verwenden, sind hohe Blitz- und Eis-Widerstände beim Kampf gegen Wildschweinmenschen von Vorteil.

Mythologischer Hintergrund:
Zu diesen Monstern ist kein spezifisch-mythologischer Hintergrund bekannt. Eine Fiktion der Spielentwickler ist wahrscheinlich. Dieses Monster ähnelt anderen Typen - besonders Minotaurus, Satyr und Zentaur. Kreuzungen aus Tieren und Menschen stellen jedenfalls in der griechischen Mythologie keine Seltenheit dar.

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:55

Yerren

Bild

Vorkommen im Spiel:
3. Akt (Orient)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Donnerfaust/ Stammesangehöriger: Ein einfacher Speerkämpfer
Häuptling/Kriegsanführer: Mächtiger Krieger, der mit zwei Waffen kämpft
Schamane/ Geisterflüsterer: Magier der mit Stab und Flammenwoge kämpft. Schützt sich mit dem Skill Energieschild.
Adlerauge/Bogenschütze: Fernkämpfer die meisterhaft mit dem Bogen umgehen können.


Beschreibung:
Yerren sind selten aber mächtig. Auf große Ansammlungen dieser riesigen Affenartigen trifft man zum Glück nur zweimal im gesamten Spiel. Während der ersten Begegnung muss man sich kurz vor der Großen Mauer mit ihnen auseinander setzen und das zweite Mal kreuzen sie im Ackerland kurz vor Chang`an den Weg des Helden, wenn man zu Fuß vom Jadepalast zurückkehrt. Sie stehen den Dragonern an Gefährlichkeit in nichts nach, denn Yerren Gruppen sind immer gut gemischt, sehr groß und jeder Typus verursacht enormen Schaden. Daher sollten vor allem unerfahrene Helden immer ein Auge auf ihre Lebensenergie haben und Yerren mit Vorsicht angehen.

Mythologischer Hintergrund:
Hier ist den Entwickler bzw. Übersetzern ein kleiner Fehler unterlaufen, denn in der Bezeichnung dieser Monster hat sich ein r zu viel eingeschlichen. Die Yeren (chin. 野人; Pinyin: yeren, wörtlich "wilder Mann"), vielfach auch Yiren, Yeh Ren oder Man-Monkey genannt, sind legendäre Kreaturen (ähnlich dem Yeti), die in den bergigen, bewaldeten Regionen der abgelegenen chinesischen Provinz Hubei leben sollen. Augenzeugen beschreiben sie in der Regel als aufrecht gehende Kreaturen mit rötlich braunen Pelz. Es soll aber auch weiße Exemplare geben. Ihre Größe wird auf sechs bis acht Meter geschätzt, wobei auch schon kolossale Exemplare von mehr als zehn Meter gemeldet wurden.
Einige Kryptozoologen halten einen Zusammenhang zwischen den Yeren und der ausgestorbenen Hominiden Gattung Gigantopithecus für möglich, die früher in dieser Region beheimatet war. Es gab auch schon Vorschläge, die Yeren als eine neue Art von Orang-Utan zu klassifizieren. Für viele sind die Yeren jedoch nur eine Legende, da die Provinz Hubei schon immer reich an Aberglauben und seltsamen Phänomenen war (z.B. übermäßige Auftreten von Albinismus in der lokalen Fauna).
Quelle
Zuletzt geändert von Sedriss am 22.12.2009, 14:07, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von Sedriss » 21.12.2009, 11:56

Zentaur

Bild

Vorkommen im Spiel:
1. Akt (Griechenland)

Varianten im Spiel:
Zentaur, Hochlandzentaur

Typen im Spiel:
Fallensteller: Ein schwacher Zentaur der mit dem Speer angreift. Er nutzt Bolzenfallen um seine Kampfkraft zu erhöhen.
Räuber: Nahkämpfer, der mit Schwert oder Keule angreift.
Waldläufer: Dieser Zentauer versteht es meisterhaft mit Pfeil und Bogen umzugehen. Mit Beutestudium schwächt er seine Feinde.
Hauptmann: Ein Zentaur der darauf spezialisiert ist, die Kampfkraft seiner Artgenossen zu erhöhen. Nutzt Kampfstandarte und Kriegshorn.
Nessus (Boss): Ein großer, kampfstarker Zentaur, der die Monsterhorden gegen das Spartanische Kriegslager führt.


Beschreibung:
Schon der zweite Boss, der Euren Weg im Verlauf der Hauptquest von Titan Quest kreuzt, gehört zu den Zentauren und ist für Beginner eine kleine Herausforderung (Siehe auch Spartaner in den Krieg).
Ähnlich häufig wie die Satyrn machen die Zentauren euren Weg von Spartha bis hin nach Athen unsicher. Entscheidender Unterschied zu ihren ziegenbärtigen Monsterkollegen ist die agressivere Nutzung von Skills gegen den Helden. Größere Gruppen sollten Anfänger daher mit Vorsicht angehen, sonst kann es schnell geschehen, dass man es gleichzeitig mit feindlichem Beutestudium, Fangnetzen, Bolzenfallen, Kriegshörnern und Kampfstandarten zu tun bekommt.


Mythologischer Hintergrund:
Ein Kentaur (altgriechisch: Kentauros) oder Zentaur – nach dem latinisierten Centaurus – ist ein Pferdemensch der griechischen Mythologie. Meistens werden diese Mischwesen mit dem Kopf und den Schultern eines Mannes und dem Körper und den Beinen eines Pferdes dargestellt.

Die Zentauren sollen von Ixion, dem König der Lapithen in Thessalien, und einer Wolke abstammen, der Hera auf den Rat des Zeus ihre Gestalt gegeben hatte, als sie der betrunkene Ixion bei einem Gelage der Götter belästigte. Als Ixion das Trugbild „anstach“, zeugte er damit entweder einen Bastard, den Kentauros, der sich später mit den Stuten des Magnesias paarte und damit die Kentauren schuf, oder aber die Kentauren entstanden direkt aus dieser Wolke, die den Namen Nephele bekam.

Dementsprechend werden die Kentauren als unbeherrschtes und lüsternes Volk bezeichnet, ganz im Gegensatz zu den Lapithen selbst, die nach älterer Auffassung als Sturmdämonen beziehungsweise Personifikation des Sturmes selbst gelten, und deren König Peirithoos von so edler Gestalt war, dass er den ebenso edlen Theseus so beeindrucken konnte, dass beide einander lebenslange Freundschaft schworen.
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Handballfreak
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Beitrag von Handballfreak » 21.12.2009, 12:20

Abyssinische Leiche

Bild

Vorkommen im Spiel:
3. Akt (Orient & Olymp), 4 Akt (Hades)

Varianten im Spiel:
keine

Typen im Spiel:
Frostfürst: Ein knochiger Magier, der mit Kälteangriffen seinem Feind zusetzt.
Flammenfürst: Feuerattacken wie die Vulkankugel sind die Spezialität dieser Abyssinischen Leiche.
Seuchenfürst: Diese Abyssinische Leiche greift mit der Giftbombe und Seuche an.
Kallixenia ~ Leichenkönigin: Dieses Bossmonster beschwört der Held im Zuge des Nebenquestes Eine unmögliche Aufgabe mit dem Stein des Erwachens selbst herauf.


Beschreibung:
Die Abyssinischen Leichen zählen zu den seltensten Monstern im Spiel, wenn gleich man sie gut in Erinnerung behält, denn sie sind ebenso stark wie selten. Man trifft sie für gewöhnlich in den Tiefen des Wusao oder auf den Schlachfeldern zwischen Epirus und Charon. Meistens treten sie nur einzeln – umringt von zahlreichen Skelettkriegern - auf und sind dann für den Helden keine große Gefahr. Wer aber einen XMax-Ausflug oder Ähnliches plant, sollte sich vor einer Gruppe von Abyssinischen Leichen vorsehen. Sie können zahlreiche Fähigkeiten (u.U. erst mit Fanpatch) wie Seuche, Sturmbö, Giftbombe oder Vulkankugel gegen den Helden einsetzen. Die dadurch wirkenden Resistenzsenkungen sowie die Lähmung können auch erfahrenen Spielern einiges abverlangen.

Eine besondere Form ist Kallixenia, die Leichenkönigin im Sumpf hinter Medeas Hain. Optisch sieht sie dem Leichenkönig aus der Geist-Meisterschaft zum Verwechseln ähnlich. Vielleicht sind beide vor dem Tot mal ein Paar gewesen und kämpfen nun auf verschiedenen Seiten. Sobald der Held den Stein des Erwachens auf sein Podest gestellt hat, beschwört er damit Kallixenia herauf. Diese kann für Neulinge durchaus eine Herausforderung werden. Besonders vor den herunterfallenden Steinen sollte man sich – wie schon bei Barmanu und Typhon – in Acht nehmen. Nachdem sie besiegt wurde, löst sich ihre Erscheinung auf, nur um kurz darauf erneut zu erscheinen. Doch dieses Mal ist sie gesprächiger und gibt dem Helden das gewünschte Große Buch.


Mythologischer Hintergrund:
Ein Lich ist ein Untoter, welcher in der Fantasy- und Horrorliteratur vorkommt. Der Begriff ist wortverwandt mit dem deutschen Wort Leiche.

Ein Lich ist in der Regel früher ein finsterer und mächtiger Zauberer oder König gewesen, der seine Seele an einen Untoten gebunden und dadurch eine Form der Unsterblichkeit angenommen hat. Lichs werden meist leichenhaft, verdorrt oder skelettartig dargestellt. Sie sind oft Führer riesiger Horden von Untoten. Sie sehen aber nur wenige Kreaturen als ihre wirklichen Soldaten und Bediensteten an. Dadurch sind sie sowohl einzeln als auch als Führer einer riesigen Armee von Untoten eine Bedrohung.

Der Begriff Lich wird in Geschichten als ein archaischen Wort für eine Leiche benutzt. Andere Beschreibungen des Lichs weisen auf mit Juwelen besetzte Knochen hin.

Ostslawischen Legenden erzählen von einem mächtigen dunklen Zauberer oder Dämon, "Koschei" der Untote, der sich dem Tod entzog, indem er seine feurige Seele in das Öhr einer magischen Nadel legte. Die Nadel ist in einem Ei, einer Ente, die sich innerhalb eines Hasen befindet, welcher in einer eisernen Kiste unter den Wurzeln einer großen Eiche auf der magischen Insel Buyan liegt. Koschei kann nur getötet werden, indem die magische Nadel zerstört wird. Dieses Bild befindet sich sehr im Einklang mit der modernen Interpretation des Lichs. Möglicherweise ist es die Kennzeichnung des „echten“ Ursprungs des Begriffs.
Quelle

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